„Yoga hilft gegen meine Rückenschmerzen – das reicht mir…“

Das freut uns sehr. Und doch ist Yoga noch so viel mehr. Oft im Leben begegnen wir Menschen, die etwas in uns berühren, an denen wir uns reiben, an denen wir nicht vorbeikommen. Wir kommen immer wieder in Situationen, die uns überfordern, die uns reizen, in denen wir uns wünschen, anders, besser reagieren zu können. Wir geraten an Grenzen, die uns unüberwindbar erscheinen. Yoga arbeitet mit uns genau an diesen Menschen, an diesen Situationen, an diesen Grenzen. An uns. Und genau um das zu zeigen, haben wir die Intensivierung ins Leben gerufen, die diesen März ihren ersten Geburtstag gefeiert hat.

Beim Überlegen der Inhalte haben wir Lehrer: OM-Oli, Heiko, Oli und ich überlegt, was uns selbst an Yoga gefällt, warum wir üben, warum wir manchmal nicht üben und vor allem: was hat uns selbst gefehlt auf unserem Yoga-Weg? Wo sind Fragen unbeantwortet geblieben, wo sind Fragen erst spät aufgetaucht? Was ist Yoga für uns, was ist es für uns nicht? Und: Warum unterrichten wir Yoga, was wollen wir weitergeben, was könnten Übende erwarten, die sich mit Yoga in all seinen Facetten intensiver beschäftigen möchten?

Heiko wollte zu Beginn seines Weges „nur atmen“. Ohne aufrecht sitzen zu können, kann sich die Atmung nicht entfalten, also hat Heiko gelernt, Asanas zu üben. OM-Oli beschäftigt sich als Heilpraktiker viel mit der Wirkung von Pranayama und Meditation, ihm selbst hat die Yoga Philosophie im Leben weitergeholfen. Für Jutta war Yoga erst mal Gymnastik. Bis sie gesehen und gespürt hat, dass man mit Yoga, besser als mit allem anderen, den Geist und Körper allumfassend bewegen kann. Oli und ich kommen aus der anatomischen Richtung und haben erst später zu Pranayama und Meditation gefunden. Wir möchten vermitteln, dass der Weg zu Seele und Geist über den Körper führt. Erst, wenn wir unseren Körper kennen lernen, wenn wir wissen, wie wir uns bewegen können, wieviel Kraft und Flexibilät in uns steckt, wie wir mit Grenzen umgehen, die uns unser Körper setzt und die wir dann lernen, zu überwinden…erst dann wissen wir, wie wir vielleicht, ganz vielleicht, im Inneren ticken.

Dieses erste Jahr hatte viel zum Inhalt: Wir haben uns mit vielen Begriffen und Definitionen beschäftigt. Was ist Yoga, was Meditation, was Pranayama, was ist ein Kugelgelenk, eine Bandscheibe, was ist die Zwischenrippenmuskulatur, was ist das Feuer in uns, dürfen wir als Yogis echt keinen Alkohol trinken und und und…
Auch mit etlichen Asanas haben wir uns auseinandergesetzt. Was bewirken Vorwärts- und Rückbeugen? Helfen Drehung bei einem Bandscheibenvorfall? Oder bei Bauchschmerzen? Was sollten wir üben, wenn wir Rückenschmerzen, Bauchmerzen, Kopfschmerzen, Schmerzen im Knie haben? Woher kommen diese Schmerzen überhaupt? Was ist anatomisch der Rücken? Das Knie? Wie arbeiten Sehnen und Muskeln?

Wir haben uns auch mit uns selbst beschäftigt. Was hindert mich am Üben von Yoga, obwohl ich doch weiß, danach geht es mir besser? Was hindert mich am regelmäßigen Üben, warum ist oft viel anderes wichtiger? Und: wie kann ich Yoga üben, wie kann am besten für mich selbst üben, obwohl ich viel arbeite und Familie habe?

Philosophisch gesehen waren wir also im Yama und Niyama Bereich unterwegs. Wir haben uns damit beschäftigt, wie wir mit uns selbst umgehen und mit anderen. Anatomisch gesehen waren wir bei ca. 50 Asanas, die wir uns bis jetzt genauer angesehen haben: Wie üben wir sie, warum werden sie geübt, wann ist es besser, nicht das, aber ein anderes Asana zu üben, wie können uns die Hilfsmittel unterstützen? Auch Pranayama und dessen Wirkung stehen im „Lehrplan“. Wie atmen wir, wie sollten wir atmen, was kann Atmung noch, wenn wir sie lassen?

Aber die größte aller Fragen, die wir oft gefragt werden: Warum soll ich das alles wissen, wenn ich doch einmal in der Woche zum Yoga gehe und meine Rückenschmerzen besser geworden sind?

Jeder von uns, Heiko, OM-Oli, Oli, Jutta und ich haben darauf eigene Antworten, die doch alle auf das Gleiche abzielen: Yoga ist Ekstase/Erlösung/Befreiung. Nicht mehr. Aber auch nicht nur eine Besserung der Rückenschmerzen.

Ein Einstieg in die Intensivierung ist jederzeit möglich. Sprich uns an.

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Ein Kommentar zu „Yoga hilft gegen meine Rückenschmerzen – das reicht mir…“

  1. Volk Peter sagt:

    Hallo, ich bin seit 2 Jahren dabei… und … ich bereue es nicht ! Wenn die Micha sagt, ich “quäle” euch heute, dass es euch morgen besser geht, dann glaube ich es ihr, aber erst am nächsten Tag. Danke an das ganze Yoga-Team, macht weiter so !
    Volk Peter hat derzeit folgenden Yoga-Level: Level 1

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